Als wir vor zwei Jahren vor der Gründung von BeeBase standen, kam oft die Frage nach dem notwendigen Kapital auf. Die Miete, die Informatikmittel und die Werbung sind nur die Spitze des Eisberges, wenn man die Ausgaben eines Unternehmens betrachtet. In meiner Blogreihe möchte ich die einzelnen Kapitalfresser beleuchten. Ich werde dir aufzeigen, wie du mit Cleverness und Fleiss die Kosten auf ein Minimum reduzieren kannst.

Die eigenen vier Wände

Als wir uns im Jahr 2013 dazu entschieden haben, unser Know-how an zahlende Kunden zu verkaufen, wohnten Nino und ich in einer WG in Winterthur. Für die ersten Schritte als Unternehmer benötigten wir somit keine Büroräume. Trotzdem merkten wir rasch, dass wir die Arbeit von unserem Privatleben trennen sollten. Um noch effizienter zu werden, gingen wir oft in die Räumlichkeiten der ZHAW, in welchen eine tolle Arbeitsatmosphäre herrschte. Auch Coworking Spaces sind eine erstklassige Alternative zum herkömmlichen Büro. Meist können diese kurzfristig gebucht werden. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Laptop in ein Café zu setzen. Durch das Arbeiten als digitale Nomaden können grosse Summen eingespart werden, wie ich euch in der nachfolgenden Aufstellung vorrechne.

Natürlich kommt es auf die Branche an, ob man im Homeoffice arbeiten kann. Wichtig sind für ein Unternehmen auch Meetingräume, in denen du deine Kunden angemessen empfangen kannst. Auch an dieser Stelle gibt es einen kleinen Business-Hack. Immer mehr Unternehmen stellen ihre nicht genutzten Büroflächen zu tiefen Preisen zur Mitbenutzung zur Verfügung. So hat sich das Start-up workspace2go auf diese Vermittlung fokussiert und bietet auf ihrer Plattform unzählige Space-Sharing-Möglichkeiten an. Auch wir haben unseren Meetingraum ausgeschrieben und durchwegs positive Erfahrungen mit unseren Gästen gemacht.

Die Bekanntheit steigern

Ein klassisches Merkmal eines Start-ups ist, dass niemand das Unternehmen und dessen Dienstleistungen kennt. Solange niemand vom Angebot weiss, können auch keine Umsätze erzielt werden. Soweit bist du sicherlich selbst bereits gekommen. Nur wie machst du dein sensationelles Angebot bei potentiellen Kunden bekannt?

Als erstes benötigst du diverse verkaufsunterstützende Materialien. Deine Visitenkarte sollte dabei die höchste Priorität einnehmen. Diese kannst du bereits ab CHF 20.- mit einem schlichten Design bestellen. Deine ersten Visitenkarten sollten nicht vom Designer entworfen werden. Sie müssen in den meisten Fällen auch nicht allzu hochwertig sein. Spare dieses Geld und investiere später in einzigartige Visitenkarten von BeeBase ;).

Nun fragst du dich bestimmt, warum ich die Visitenkarten als erstes erwähnt habe. Aus meiner Sicht ist Networking eine der besten Möglichkeiten, um deine junge Firma bekannt zu machen. Versuche, so viele Start-up Anlässe, Fachreferate und Networking Events in deiner Umgebung zu besuchen, wie es dir möglich ist. Diese sind meist an Abenden unter der Woche und stören dich nicht während deiner produktiven Zeit. Meetup.com bietet hierzu eine hervorragende Anlaufstelle. Auf der Plattform sind diverse Networking Events ausgeschrieben. Wir schauen uns regelmässig das Angebot an und nehmen an verschiedenen Veranstaltungen teil. Interessant ist an diesen Events auch, dass du für deine Produkte oder Dienstleistungen direktes Feedback abholen kannst. Zudem macht es einfach Spass, den Tag mit Gleichgesinnten, bei einem Bier ausklingen zu lassen.
Unser nächster Event findet übrigens am 09. August statt. Wir würden uns freuen dich begrüssen zu dürfen und dein Unternehmen oder dich persönlich kennenzulernen. Hier geht’s zur Anmeldung.

Steigere deine Arbeitsleistung

Als Unternehmer musst du bereit sein, über dich hinauszuwachsen. Das fängt bei deinen Arbeitsstunden an und endet noch lange nicht bei der Kürzung deiner Ferientage. Zudem musst du dir enorm viel Zeit für deine eigene Weiterentwicklung nehmen. Diese Zeit ist sehr wertvoll investiert. Da jedes Unternehmen diverse Expertisen benötigt, muss hier ein grosser Teil des Stundenkontingents eingeplant werden. Solltest du dir eine zusätzliche Übernahme eines Spezialgebietes zutrauen, kannst du teilweise auch an dieser Stelle grosse Ersparnisse verbuchen. Wenn du merkst, du kannst deine Erwartungen trotz aller Bemühungen nicht erfüllen, solltest du nicht zögern, trotzdem einen Profi herbeizuziehen. Versuche dann deine Kernkompetenzen noch weiter auszubauen, damit du einen höheren Stundensatz verlangen kannst. So bezahlst du dann den Profi, zum Beispiel für Buchhaltung oder den Anwalt für den unangenehmen Papierkram.

Wir leben in einer Zeit, in welcher Konventionen durch disruptive Technologien verändert oder ersetzt werden. Gerade als Start-up sollte man sich mit den Möglichkeiten des Technologiezeitalters auseinandersetzen. Den Mut, neue Wege zu gehen, solltest du aufbringen und so am Markt einen Vorteil gegenüber gestandenen Unternehmen generieren. Deine zukünftigen Kunden werden diesen Unterschied bemerken und sich für dich entscheiden. Was gibt es denn besseres, als einen höchst innovativen Partner an seiner Seite zu wissen?

Ich werde in zwei Wochen weitere Kapitalfresser beleuchten. Vor allem wie du diese umgehen kannst, ohne das Wachstum deines Start-ups zu gefährden. Bis dahin wünsche ich euch eine erfolgreiche Zeit!

– Pascal –